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04.12.2018 11:22

Ein Blick in die Unternehmenskultur-Theorie: Kulturtypen nach Ansoff

 

Während des Projekt-Kompetenz-Studiums an der Steinbeis-Hochschule Berlin wird je nach Studiengang unter anderem das Modul „Business Culture“ gelehrt. Da die Unternehmenskultur den Kern eines jeden Unternehmens darstellt, lohnt es sich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sich mit der einen oder anderen theoretischen Grundlage auseinanderzusetzen. Wir stellen im Folgenden einen theoretischen Auszug der Unternehmenskultur nach dem Ingenieur und Mathematiker Igor Ansoff vor, die im Rahmen einer Transferarbeit des Studiengangs Master of Business Engineering erarbeitet wurde.


Theoretische Grundlagen


Als Unternehmenskultur wird die Gesamtheit in einem Unternehmen geteilter Normen, Einstellungen und Werten verstanden, die letztendlich das Verhalten, die Handlungen sowie die Entscheidungen der Mitglieder einer Organisation prägen. Sichtbar wird die Unternehmenskultur durch unternehmensspezifische Handlungen und Symbole. Der Mathematiker und Ingenieur Igor Ansoff unterscheidet zwischen fünf Typen der Unternehmenskultur anhand eines einzigen Indikators – der Zeitperspektive (vgl. Abb. 1). Ansoff verdeutlicht mit seiner Typologie auf eine einfache Art und Weise, wie sich verschiedene Denkmuster, die hinter den fünf Typologisierungen stecken, auf das Unternehmen auswirken . Ein großer Vorteil für den Einsatz dieser Typologien liegt darin, dass Ansoff einen engen Zusammenhang zwischen der Kultur und der Strategie eines Unternehmens aufzeigt .


  
Abb. 1: Unternehmenskultur nach Ansoff. Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Scholz, 2014, S. 925


Beschrieben werden durch Ansoff‘s Typologisierung die fünf folgenden Typen:


1. Dem stabilen Kulturtyp werden Unternehmen zugeordnet, die sich an der Vergangenheit und der Stabilität des Unternehmens orientieren. Strategien und Maßnahmen werden hierbei unter Risikovermeidung durchgeführt. Beispiele für diesen Kulturtypus sind die Branchen des Rechnungswesens und der Produktion.


2. Dem reaktiven Kulturtyp werden Unternehmen zugeordnet, die sich an der Gegenwart orientieren sich auf interne Prozesse konzentrieren und einen Fokus auf die Befolgung und Einhaltung von Regeln legen. Zwar werden begründete Veränderungen unter Vorsicht akzeptiert, es besteht jedoch gleichzeitig eine Neigung dahingehend, Risiken möglichst gering zu halten. Die Abteilung des internen Controllings eines Unternehmens wäre ein Beispiel für diesen Kulturtypus.


3. Dem antizipativen Kulturtyp werden Unternehmen zugeordnet, dessen Orientierung sowohl nach innen, als auch nach außen gerichtet ist. Hierbei werden kalkulierte Risiken in vertrauten Situationen zugelassen. Beispielhafte Bereiche stellen das Marketing und die strategische Planung dar.


4. Dem explorativen Kulturtyp werden Unternehmen zugeordnet, die aktiv nach neuen Möglichkeiten der Unternehmensführung suchen. Unter einer strengen Abwägung zwischen Chancen und Risiken wird mit einer Extraversion für eine unsichere Zukunft geplant. Ein Beispiel für diesen Typus stellt eine interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung dar.


5. Dem kreativen Kulturtyp werden Unternehmen zugeordnet, die extrovertiert arbeiten und aktiv die Zukunft mitgestalten – durch die Initiierung von Veränderungen. Hierbei werden bewusst Risiken eingegangen.
Die Typologisierungen  des vorgestellten Modells lassen sich auch auf Abteilungen oder Gruppierungen einer Organisation übertragen . Folglich ist es möglich, dass innerhalb eines Unternehmens unterschiedliche Kulturtypen identifizierbar sind.

 

Transfer in die Praxis


Nicht jedes Unternehmen kann eindeutig einem übergeordneten Kulturtypus zugeteilt werden. Vielmehr besteht in der Praxis die Möglichkeit, dass sich ein Unternehmen aus verschiedenen Kulturtypen in den unterschiedlichen Abteilungen, Projekttätigkeiten und Individuen zusammensetzt.


Die Kombination zwischen einem explorativen Kulturtypen im Rahmen der Produktentwicklung und einem stabilen Kulturtypen im Rahmen der erfolgreichen, bestehenden Produkte kann eine wertschöpfende Perspektive sowohl im kulturellen als auch im strategischen Sinne eines Unternehmens darstellen. Mithilfe dieser Kombination könnte es einem Unternehmen möglich sein, sich auf zukünftigen Märkten zu positionieren, während die Stabilität eines bereits bestehenden Produktes die wirtschaftliche, kulturelle und unternehmerische Basis für die Exploration neuer Märkte bietet.


Für eine Markführerschaft auf zukünftigen Märkten empfiehlt es sich jedoch darüber hinaus auch den kreativen Kulturtypus in Erwägung zu ziehen. Hierbei können neue Märkte aktiv geschaffen und mitgestaltet werden. Hierfür bedarf es im Bereich der Produktentwicklung sowie im Bereich des Business Development kreative, risikofreudige und zukunftsorientierte Mitarbeiter, die den Markt nicht nur verstehen, sondern strategisch und aktiv mitgestalten. Dabei ist die Unterstützung der obersten Managementebene unbedingt erforderlich. Ebenso ist eine offene Fehlerkultur essentiell, da die Erschließung eines neuen Marktes oder die Entwicklung eines bestehenden Marktes in neue Richtungen nicht immer erfolgreich sind.


Letztendlich existiert selbst in der Theorie keine ideale Unternehmenskultur. Wichtig ist in der Praxis insbesondere, verschiedene – zum Unternehmen und zu den Produkten passende – Kulturtypen passend miteinander in Einklang zu bringen und zu interpretieren um die festgehaltene und entwickelte Unternehmenskultur in allen Hierarchien offen und transparent zu leben.

 

 

Quellen
Buchholz, L. (2013). Strategisches Controlling. Grundlagen - Instrumente - Konzepte (2. Aufl.). Wiesbaden: Springer Fachmedien.

Scholz,  C.  (2014).  Personalmanagement.  Informationsorientierte  und verhaltenstheoretische Grundlagen (6. Aufl.). München: Vahlen.

Vorbach, S. (2015). Unternehmensführung und Organisation. Grundwissen für Wirtschaftsingenieure in Studium und Praxis. Wien: Facultas.

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