• Studien-Infotag 27. Januar 2018 Stuttgart

Die Steinbeis-Stiftung, der Steinbeis-Verbund und die Steinbeis-Hochschule Berlin

Ferdinand Steinbeis gilt als Wegbereiter für das duale Bildungssystem. Er sah das Ausbildungsziel qualifizierter Industriearbeitskräfte der Zukunft in der Verbindung von theoretischem Wissen und praktischem Können. So entwickelte er bereits Mitte des 19. Jahrhunderts das Konzept für praxisorientierten Technologietransfer.

Steinbeis-Stiftung - ­­Wissenschaftliche Erkenntnisse für die Wirtschaft

Ferdinand Steinbeis ist Namensgeber für die Steinbeis-Stiftung. Bereits 1873 wurde durch Steinbeis selber eine „Steinbeis-Stiftung“ ins Leben gerufen. Die finanziellen Mittel stellten namhafte Industrielle zur Verfügung, die dadurch ihre Dankbarkeit zum Ausdruck brachten. Zweck der Stiftung war die Ausbildung und Unterstützung der gewerblichen Jugend zu fördern.

Die heutige Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung (StW) wurde 1971 mit dem Zweck gegründet, wissenschaftliche Erkenntnisse der gesamten Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. 1983 ernannte der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Johann Löhn zum ersten Regierungsbeauftragten für Technologietransfer. Ein Amt, welches er bis 2006 ausübte.

Gleichzeitig übernahm Löhn den hauptamtlichen Vorstandsvorsitz der von ihm neu gestalteten Steinbeis-Stiftung. Zusammen mit Späth entwickelte und setzte er das Steinbeis-Modell des Konkreten Wissens- und Technologietransfers um. Auf Basis der von ihm entwickelten LöhnMethode und seines Modells der sogenannten Transferzentren baute Löhn die Steinbeis-Stiftung zu einem weltweit agierenden Wissens- und Technologietransferkonzern auf und aus.

Steinbeis-Verbund - Wissens- und Technologietransfer

Die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung (StW) bildet das Dach des Steinbeis-Verbundes. Dieser ist zum Synonym für konkreten wettbewerblichen Wissens- und Technologietransfer geworden. Der Name Steinbeis steht dabei für die effiziente und effektive Verzahnung von Theorie und Praxis, von Wissenschaft und Wirtschaft.

Im Jahr 1998 wurde die Steinbeis-Stiftung organisatorisch neu aufgestellt. Die Steinbeis GmbH & Co KG für Technologietransfer (StC) wurde als operationale Einheit gegründet, um die wirtschaftlichen Aktivitäten von den Aufgaben der Stiftung zu trennen.

Steinbeis-Hochschule Berlin - Verzahnung von Theorie und Praxis

Steinbeis-Hochschule BerlinIm selben Jahr wurde die private Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB) gegründet und staatlich anerkannt. Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Johann Löhn ist heute Präsident der Hochschule, die er seit deren Gründung leitet. Die Steinbeis-Hochschule Berlin bietet über ihre Transfer-Institute (STI) transferorientierte Forschung sowie kompetenzorientierte Aus- und Weiterbildung an. Im Kern bietet die SHB den Studierenden und Unternehmen auf Basis des Projekt-Kompetenz-Studiums berufsintegrierte und praxisorientierte Studienprogramme mit staatlich anerkannten Abschlüssen an.

Studenten und Alumni

Mehr als 7.000 Studierende waren Ende 2015 in Bachelor- und Masterstudiengängen an der SHB eingeschrieben. Betreut werden die Studierenden von rund 1.800 Professoren und Lehrkräften. Seit ihrer Gründung konnte die SHB mehr als 11.500 Alumni verabschieden. (Stand 11/2015).


Quelle: Steinbeis - Ferdinand von Steinbeis, Steinbeis - Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Johann Löhn, Steinbeis Broschüre